Duschkopf verkalkt: so wird er wieder frei
Ein Strahl, der in alle Richtungen spritzt, und Düsen, die zugewachsen aussehen: Das ist Kalk. Mit etwas Zitronensäure und einer weichen Bürste kommen die meisten Duschköpfe wieder in Form. Wichtig ist dabei, was Sie lassen sollten und wann der Austausch vernünftiger ist.

Woran man Verkalkung erkennt
Der klarste Hinweis sind weiße Krusten auf der Brausefläche.
Einzelne Düsen laufen nicht mehr, andere schießen den Strahl schräg heraus. Das Duschgefühl wird ungleichmäßig, und der Strahl trifft die Wand anders als gewohnt. Wer das Bild einmal kennt, erkennt es sofort wieder.
Kommt auch bei sauberem Duschkopf wenig Wasser, ist die Ursache an anderer Stelle zu suchen. Dann kann ein verkalkter Absperrhahn, ein Filter im Schlauch oder ein zu niedriger Druck im Hausnetz dahinterstecken, dessen Gründe der Beitrag Wasserdruck zu niedrig nacheinander durchgeht. Prüfen Sie zuerst den Kopf, bevor Sie weitere Maßnahmen anstoßen.
Abschrauben und einlegen
Brause und Schlauch lassen sich meist von Hand lösen. Drehen Sie die Überwurfmutter gegen den Uhrzeigersinn. Sitzt sie fest, wickeln Sie ein Tuch um die Mutter und greifen mit einer Wasserpumpenzange nur leicht an. Ein Handtuch am Boden der Wanne fängt Teile auf und schützt die Wanne vor Kratzern.
Bei Kopfbrausen an der Wand ist der Weg der gleiche, nur schwerer zu erreichen. Eine Leiter mit festem Stand genügt, auf nassen Fliesen sollte ein zweiter Mensch helfen. Eine Rückschlagdichtung am Anschluss darf nicht verloren gehen. Legen Sie sie sofort in eine Schale und prüfen Sie sie später auf Risse.
Gefüllt wird ein Gefäß mit Essigwasser oder einer Zitronensäurelösung, so verdünnt, wie die Packung es nennt. Der Kopf liegt mit der Düsenseite in der Lösung. Nach etwa einer Stunde ist der Belag aufgeweicht. Bei Teilen mit Chrom oder vergoldeter Oberfläche lieber kürzer einlegen und in kurzen Abständen nachsehen.
Passt das zu Ihrem Haus? Kurz anrufen.01579 2841438
Bürsten, spülen, prüfen
Nach dem Bad löst eine weiche Zahnbürste die letzten Reste. Jede Düse einzeln abfahren, nicht mit Nadeln oder Draht in den Auslass stechen, denn damit werden Öffnungen aufgeweitet und der Strahl zerfällt später schneller. Danach spülen Sie den Kopf mit klarem Wasser durch, auch von der Rückseite her.
Beim Wiedereinbau kommt eine frische Dichtung hinein, wenn die alte spröde wirkt. Dichtungen sind im Fachhandel in Standardgrößen zu bekommen. Die Mutter nur handfest anziehen, sonst quetscht sich die Dichtung auf, und die Verbindung tropft beim nächsten Mal. Dichtigkeitsprobe mit kurzem Wasserlauf nicht vergessen.
Zeigt sich nach der Reinigung ein verbogener oder rissiger Kunststoffkörper oder sitzen Düsen dauerhaft locker, hat der Kopf ausgedient. Neue Köpfe mit Silikondüsen lassen sich leichter von Kalk befreien. Wer ohnehin tauscht, kann auf ein Modell mit abnehmbarer Düsenplatte achten, das die nächste Reinigung deutlich vereinfacht.
Vorbeugen und Grenzen der Selbsthilfe
Nach dem Duschen hilft ein kurzer Durchgang mit dem Abzieher über die Fliesen und die Armatur, damit Tropfen nicht eintrocknen. Wer die Düsen nach jedem Gebrauch mit dem Daumen abstreift, hält die Ablagerung klein. Es kostet Sekunden und verlängert die Zeit bis zur nächsten Entkalkung merklich.
Ablauf am Duschkopf
Häufige Fragen
Kann ich den Duschkopf in der Spülmaschine entkalken?
Das ist nicht ratsam. Salz und Reiniger greifen Dichtungen und Beschichtungen an, die Hitze verformt manche Kunststoffe. Das Essig- oder Zitronensäurebad im Gefäß ist schonender und reicht. Wer es bequemer mag, nimmt einen Beutel, der mit der Lösung am Kopf befestigt wird.
Warum riecht der Kopf nach dem Entkalken muffig?
In den Düsen bleibt Wasser stehen, in dem sich ein Film bildet. Ein erneutes Bad mit Zitronensäure und gründliches Nachspülen beseitigt ihn meist. Bleibt der Geruch, sollten Sie Schlauch und Kopf austauschen. Eine regelmäßig genutzte Dusche vermeidet das Problem, ein selten genutzter Anschluss sollte vor dem Duschen kurz durchgespült werden.
Hilft Entkalker aus dem Haushalt für alle Oberflächen?
Nicht für alle. Matte, vergoldete oder beschichtete Flächen reagieren empfindlich auf Säure. Lesen Sie die Pflegehinweise des Herstellers und probieren Sie das Mittel zuerst an einer verdeckten Ecke aus. Bei angrenzendem Naturstein hilft es, ihn vorher abzudecken, weil Säure den Stein anrauen kann.