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Kalk und Wasser

Hauswasserfilter rückspülen

Der Filter hinter dem Wasserzähler hält Sand, Rostflocken und Schwebstoffe zurück, bevor sie in Armaturen und Geräte gelangen. Damit er das zuverlässig tut, muss er gespült werden. Dazu gehört, woran Sie den Zeitpunkt erkennen, wie die Spülung abläuft und wo Ihre Grenze liegt.

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Hauswasserfilter wird rückgespült

Aufgabe und Bauarten

  • Ein Hauswasserfilter sitzt im Hausanschlussraum direkt nach dem Zähler und filtert das gesamte Wasser, das ins Haus fließt. Er schützt Rohre, Armaturen, Boiler und Haushaltsgeräte vor Partikeln. Gerade nach Arbeiten am Straßennetz oder bei älteren Leitungen kann sich Schmutz lösen und im Haus Schäden anrichten.

  • Es gibt zwei Bauarten. Beim Wechselfilter wird die Patrone in festen Abständen ersetzt. Beim Rückspülfilter bleibt das Sieb im Gehäuse, und ein Spülgang entfernt die Ablagerungen, indem das Wasser entgegen der Fließrichtung durch das Sieb strömt. Um die zweite Bauart geht es hier, sie sitzt verbreitet in Einfamilienhäusern.

  • Manche Geräte haben eine Handbetätigung mit Hebel, andere einen Knopf, andere sind automatisch. Ein Druckminderer kann direkt integriert sein, was Platz im engen Anschlussraum spart. Das Manometer zeigt den Druck vor und hinter dem Filter an. Der Unterschied zwischen beiden Werten ist ein nützlicher Hinweis, ob das Sieb zugesetzt ist.

Wann das Spülen fällig wird

Hersteller nennen in der Anleitung einen Rhythmus, häufig zwei bis vier Mal im Jahr.

Diese Vorgabe hat Vorrang vor allen Faustregeln. Bei neuen oder kürzlich sanierten Leitungen kommt mehr Schmutz, bei ruhigen Altbeständen weniger. Tragen Sie die Termine in einen Kalender ein, damit nichts verloren geht.

Auch ohne solche Hinweise sollte der Filter nach längerer Abwesenheit, nach Arbeiten am Hausanschluss oder bei Änderungen im Netz einmal gespült werden. Der Aufwand ist gering, und Sie gewinnen Klarheit über den Zustand. Mehr zu der Messung am Manometer steht in Druckminderer: wozu er da ist.

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Der Spülgang Schritt für Schritt

  • Stellen Sie einen Eimer unter den Spülauslauf, bei Geräten ohne festen Anschluss auch zwei. Ein Schlauch zum Bodenablauf ist praktischer, falls vorhanden. Dann öffnen Sie die Spülung nach Herstellerangabe: Hebel umlegen, Knopf drücken oder den Ablauf öffnen. Das Wasser läuft zunächst trüb, später klar.

  • Lassen Sie es laufen, bis es sichtbar sauber ist, in der Regel einige Sekunden bis eine Minute. Bleibt es trüb, wiederholen Sie den Vorgang nach kurzer Pause. Schließen Sie danach die Spülung wieder vollständig und prüfen Sie, ob das Gehäuse trocken bleibt. Tropfen am Dichtungsring sind ein Zeichen für Verschleiß.

  • Notieren Sie Datum und Auffälligkeiten, zum Beispiel Menge und Art der Partikel. Das kleine Protokoll hilft dem Fachbetrieb bei Wartungen, weil es zeigt, ob der Schmutz zunimmt. Gelangt viel Sand oder Rost in den Eimer, deutet das auf ein Problem in der Zuleitung, das jemand mit Fachkenntnis klären sollte.

Grenzen der Selbsthilfe

  • Einen Spülgang nach Herstellerangabe können Bewohner durchführen. Das Öffnen des Gehäuses, das Herausnehmen von Sieb oder Kartusche, der Tausch von Dichtungen und Manometer gehören dagegen zur Installation. Wer das selbst probiert, riskiert Wasseraustritt im Hausanschlussraum, wo bei einem Fehlgriff das Absperren am Hauptventil sofort nötig wäre.

  • Auch Eingriffe am Anschluss, etwa der Einbau eines Filters oder die Änderung des Druckes, führt ein eingetragener Installateur aus. Dazu gehört die Prüfung, ob zwischen Filter und Zähler ein Rückflussverhinderer sitzt. Wenn dort etwas fehlt oder sich nachrüsten lässt, ist das eine Aufgabe für den vermittelten Fachbetrieb.

  • Sprechen Sie bei Zweifeln den Wartungsrhythmus mit dem Betrieb durch. Er kann den Spülintervall auf Ihre Anlage einstellen und mitprüfen, ob Filtertyp und Wasserqualität zueinander passen. Wer außerdem das Wasser nach Abwesenheit prüfen will, findet im Beitrag Trinkwasser nach längerer Abwesenheit die Schritte.

Vor dem Spülen bereitlegen

Häufige Fragen

Kann ich beim Spülen das Wasser im Haus weiter nutzen?

Während des Spülgangs ist der Durchfluss kurz gestört, und der Druck in den Leitungen schwankt. Planen Sie die Spülung deshalb für einen Moment, in dem niemand duscht und keine Maschine läuft. Nach dem Schließen der Spülung ist alles wieder normal verfügbar.

Das Wasser läuft nach dem Spülen trüb weiter. Was nun?

Kurz nach dem Spülen können Luftbläschen das Wasser milchig machen. Es klärt sich beim Stehenlassen im Glas von unten nach oben. Bleibt die Trübung braun oder grau, wiederholen Sie die Spülung einmal. Hält sie an, ist eine Prüfung der Leitungen durch den Fachbetrieb ratsam.

Muss der Filter getauscht werden, wenn er gespült wird?

Bei Rückspülfiltern bleibt das Sieb im Gehäuse und wird nur bei Beschädigung oder starker Verfärbung erneuert. Hersteller geben Zeitspannen für einen Tausch an. Den Wechsel führt ein Installateur aus, weil dabei die Leitung geöffnet wird. Notieren Sie das Datum, damit die nächste Wartung nicht vergessen geht.

Ein Anruf, ein Fachbetrieb aus der Region.

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