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Vorsorge und Wartung

Mit dem Wasserzähler ein Leck aufspüren

Der Wasserzähler zeigt, ob Wasser fließt, auch wenn niemand etwas aufdreht. Mit einem einfachen Stillstandstest lässt sich feststellen, ob irgendwo im Haus ein Leck besteht. Dazu gehören das Ablesen des Zählers, die saubere Durchführung des Tests und die Weitergabe der Beobachtung an einen Fachbetrieb.

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Außenwasserhahn mit abgenommenem Schlauch

Den Zähler lesen

  • Meist hängt der Zähler im Hausanschlussraum oder im Keller; manche Anlagen haben ihn in einem Schacht draußen. Das Zählwerk zeigt die Kubikmeter in schwarzen und die Bruchteile in roten Ziffern. Die Nachkommastellen drehen sich bei Verbrauch zuerst. Ältere Zähler haben ein mechanisches Rollenwerk, neuere zeigen die Werte digital auf einer Anzeige.

  • Zusätzlich gibt es ein Durchflussrad, ein kleines Sternchen oder eine Scheibe, die sich bei Bewegung dreht. Schon geringer Durchfluss lässt sie langsam kreisen. Das macht sie zum besten Indikator für Tropfverluste, auch wenn der Zähler noch keine Veränderung am Ziffernwerk zeigt. Dreht sich das Rad nicht, fließt gerade kein Wasser durch den Zähler.

  • Notieren Sie den Stand mit Datum und Uhrzeit. Fotos des Zählwerks sind hilfreich, weil sich spätere Vergleiche belegen lassen. Wo das Hauptabsperrventil sitzt, steht im Beitrag Wo sitzt das Hauptabsperrventil?, es liegt in Fließrichtung vor oder am Zähler. Beschriften Sie die Aufnahme mit Datum, damit Sie Veränderungen später zuordnen können.

Der Stillstandstest Schritt für Schritt

  • Sorgen Sie dafür, dass im Haus kein Wasser entnommen wird: Hähne zu, Waschmaschine und Geschirrspüler aus, kein Spülkasten in Betrieb. Auch Gartenanschlüsse und Zisternenpumpen sind außer Betrieb. Dann lesen Sie den Zähler ab und beobachten das Durchflussrad. Wichtig ist, dass wirklich kein Verbraucher läuft, auch kein tropfender Hahn im Garten.

  • Dreht sich das Rad weiter oder steigt der Zählerstand nach einiger Zeit, fließt irgendwo Wasser. Wiederholen Sie den Test nach einer Stunde und vergleichen Sie die Werte. Eine Veränderung ohne Entnahme ist ein klares Indiz für ein Leck oder einen undichten Spülkasten. Erst der Vergleich beider Werte macht das Ergebnis belastbar.

  • Steht das Rad still, ist die Leitung bis zum Zähler vermutlich dicht. Ein kleiner Tropfverlust kann dennoch unter der Auflösung des Zählers liegen. Wiederholen Sie den Test bei Bedarf mit längerem Abstand, zum Beispiel über Nacht, wenn niemand Wasser nutzt.

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Den Verursacher eingrenzen

Sperren Sie nach dem positiven Test nacheinander einzelne Verbraucher ab, etwa die Absperrventile am Spülkasten, an Waschmaschine und Boiler, und beobachten Sie das Rad. Bleibt es stehen, nachdem Sie ein bestimmtes Ventil geschlossen haben, haben Sie den Strang gefunden. Notieren Sie, bei welchem Absperrventil das Rad zum Stillstand kam.

Was als Nächstes zu tun ist

  1. Dokumentieren Sie Zählerstände, Zeiten und Ihre Beobachtungen nüchtern: wann gemessen, was abgesperrt, wie das Rad reagiert. Diese Liste verkürzt die Arbeit des Fachbetriebs, weil die Suche nicht bei null anfängt. Ergänzen Sie ein Foto von Zähler und Absperrventil, damit der Betrieb den Aufbau schon vor dem Einsatz einordnen kann.

  2. Sperren Sie die Hauptleitung nur ab, wenn Wasser sichtbar austritt oder Sie das Haus verlassen. Dauerhaft geschlossen bleibt sie nicht, denn das Haus braucht Wasser. Wasser, das in Wand oder Boden austritt, sollte nicht länger als nötig weiterlaufen, damit Feuchte nicht weiter ins Mauerwerk zieht.

  3. Fällt der Test positiv aus und lässt sich die Ursache nicht eingrenzen, gehört die Suche in die Hände eines vermittelten Fachbetriebs aus der Region. Mit den Folgen eines verdeckten Lecks befasst sich auch der Beitrag Feuchte Wand nach einem Leck. Auch Hinweise auf Flecken oder Geruch helfen bei der Einordnung.

Stillstandstest in fünf Punkten

Häufige Fragen

Warum dreht sich das Rad, obwohl niemand Wasser nutzt?

Dann fließt irgendwo Wasser, meist durch einen undichten Spülkasten, einen tropfenden Hahn oder ein Leck in der Leitung. Prüfen Sie zuerst die einfachen Verdächtigen. Läuft das Rad auch bei geschlossenen Verbrauchern weiter, liegt der Verlust vermutlich in der Wand oder im Erdreich.

Reicht ein einmaliger Test aus?

Besser sind zwei Messungen mit Abstand, etwa direkt und eine Stunde später. Kleine Tropfverluste fallen im Zählwerk erst nach einer Weile auf. Wer gründlich sein möchte, vergleicht zusätzlich den Zählerstand vor und nach einer Nacht ohne Verbrauch.

Soll ich das Hauptventil nach dem Test geschlossen lassen?

Nur, wenn Wasser sichtbar austritt oder Sie länger abwesend sind. Im Alltag bleibt es offen. Das weitere Vorgehen besprechen Sie mit dem vermittelten Fachbetrieb.

Erst absperren, dann anrufen.

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