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Schaden und Unterlagen

Steigleitung, Fallrohr, Hausanschluss: Begriffe erklärt

Im Gespräch mit dem Betrieb und im Bericht fallen Wörter, die niemand im Alltag benutzt. Sie lassen sich nach dem Weg des Wassers ordnen: wo es ins Haus kommt, wie es nach oben steigt, wohin es abfließt und was dazwischen sitzt. Mit diesen Begriffen verstehen Sie den Fachbetrieb und beschreiben Ihr Problem genauer.

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Getrockneter Wasserfleck an der Zimmerdecke

Wo das Wasser ins Haus kommt

  • Als Hausanschluss bezeichnet man die Leitung vom öffentlichen Netz bis ins Gebäude. Sie mündet im Anschlussraum, meist im Keller. Dort sitzen das Hauptabsperrventil und der Wasserzähler. Wer diese Stelle kennt, findet im Ernstfall schneller das Ventil und kann es benennen.

  • Das Hauptabsperrventil schließt die gesamte Anlage. Es sitzt in Fließrichtung vor dem Zähler oder direkt an ihm und sollte sich leicht drehen lassen. Der Wasserzähler misst den Verbrauch und verrät durch sein Laufrad, ob irgendwo Wasser fließt. Wie man beides findet, zeigt Hauptabsperrventil finden. Beide Teile sollten frei zugänglich bleiben und nicht zugestellt oder verbaut werden.

  • Hinter dem Zähler folgt häufig ein Rückflussverhinderer, ein Filter und manchmal ein Druckminderer. Der Rückflussverhinderer sorgt dafür, dass kein Wasser aus der Hausinstallation ins Netz zurückfließt. Der Druckminderer nimmt überhöhtem Netzdruck die Spitze, damit Armaturen und Geräte nicht leiden. Ohne diese Bauteile würde jede Schwankung im Netz direkt in Ihren Leitungen ankommen.

Wie das Wasser aufsteigt

Die Verteilung im Haus beginnt mit der Verteilleitung.

Sie läuft meist an der Kellerdecke und versorgt die einzelnen Stränge. Von ihr gehen die Steigleitungen ab, senkrechte Rohre, die in den Schächten oder hinter Vorwänden durch die Stockwerke führen. Sie liefern das Wasser in jede Etage.

In jeder Etage zweigen von der Steigleitung die Stockwerksleitungen ab. Sie führen zu Bad, Küche und WC. Dort sitzen Eckventile und Absperrungen, mit denen sich einzelne Räume oder Geräte vom Netz trennen lassen, ohne das ganze Haus abzustellen.

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Wohin das Wasser abfließt

  • Am Waschbecken sitzt der Siphon, ein gebogenes Rohrstück, das immer etwas Wasser hält. Dieses Wasser sperrt Kanalgeruch aus dem Raum ab. Von dort geht es in die Anschlussleitung, die in das Fallrohr mündet. Das Fallrohr ist der senkrechte Abwasserstrang, der durch die Stockwerke nach unten läuft.

  • Oben endet das Fallrohr über Dach als Lüftungsrohr. Es belüftet die Anlage, damit Wasser frei fließen kann und Siphons nicht leergesaugt werden. Unten geht das Fallrohr in die Sammelleitung über. Sie führt unterhalb der Bodenplatte oder im Erdreich weiter zur Grundleitung. Die Belüftung verhindert damit auch störende Gurgelgeräusche in den Leitungen.

  • Die Grundleitung nimmt das Abwasser aller Stränge auf und führt es aus dem Haus zum Kanal. An ihrem Verlauf liegen Revisionsöffnungen, über die sich die Leitung kontrollieren lässt. Der Rückstauverschluss schützt vor Wasser, das aus dem Kanal zurückdrückt; wie er arbeitet, erläutert Rückstauklappe: Funktion.

Begriffe aus dem Bericht

  • Im Arbeitsbericht begegnen Ihnen Wörter wie Muffe, Revisionsöffnung, Dichtung, Anschlussnippel oder Schwitzwasserisolierung. Eine Muffe ist die Verbindungsstelle zweier Rohre, die man ineinanderschiebt. Die Revisionsöffnung ist ein verschließbares Fenster zum Rohr, durch das man hineinsehen oder reinigen kann. Auch Kürzel wie DN für den Rohrdurchmesser tauchen auf und geben die Größe in Millimetern an.

  • Die Entlüftung bezeichnet in der Hausinstallation die Belüftung der Abwasserleitung. Mit Belüftungsventil ist ein Ventil gemeint, das Luft in den Strang lässt, ohne dass Gerüche entweichen. Armatur nennt man Wasserhähne und Ventile, Sanitärobjekte sind WC, Waschtisch, Dusche und Wanne. Ein Strang ist dabei der gesamte senkrechte Verlauf einer Leitung durch mehrere Etagen.

  • Haben Sie ein Wort nicht verstanden, fragen Sie nach. Wie so ein Bericht gegliedert ist, steht im Beitrag Arbeitsbericht verstehen. Notieren Sie sich unbekannte Begriffe und tragen Sie sie in Ihre Hausakte ein. So wächst mit der Zeit ein eigenes kleines Wörterbuch für Ihr Haus.

Begriffe zum Einprägen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Steigleitung und Fallrohr?

Die Steigleitung bringt Trinkwasser nach oben zu den Stockwerken, sie steht unter Druck. Das Fallrohr führt Abwasser nach unten, ohne Druck, nur durch Gefälle und Schwerkraft. Beide laufen oft nebeneinander im selben Schacht, erfüllen aber gegensätzliche Aufgaben. Merken Sie sich einfach: oben Druck, unten Gefälle.

Wozu dient die Revisionsöffnung?

Sie ist ein verschließbarer Zugang zur Abwasserleitung. Über sie kann der Fachbetrieb hineinschauen, Verstopfungen lösen oder eine Kamera einführen. Halten Sie die Öffnung frei zugänglich, denn zugestellte oder überfliesste Revisionsstellen machen späteres Arbeiten aufwendiger. Ein Bild davon gehört in die Hausakte.

Warum spricht man von Strängen?

Ein Strang ist eine senkrechte Leitung, die über mehrere Etagen läuft, etwa für Kaltwasser, Warmwasser oder Abwasser. Wer von einem betroffenen Strang spricht, meint damit den gesamten Verlauf über die Stockwerke hinweg und nicht nur die einzelne Etage. Das hilft bei der Verständigung mit dem Betrieb.

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