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Schaden und Unterlagen

Hausakte Sanitär: Pläne, Geräte und Baujahre ordnen

Ein gut geführter Ordner verkürzt jeden späteren Einsatz. Wer Pläne, Typenschilder, Baujahre und Absperrpunkte notiert hat, muss im Ernstfall nicht suchen. Wichtig sind drei Dinge: was hineingehört, wie es gegliedert wird und wie die Akte aktuell bleibt.

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Getrockneter Wasserfleck an der Zimmerdecke

Die Gliederung festlegen

Beginnen Sie mit einem Aktenordner oder einem Ordner im Rechner und legen Sie vier Fächer an.

Das erste enthält Pläne und Skizzen, das zweite Geräte und Armaturen, das dritte Berichte und Rechnungen und das vierte Fotos. Jede feinere Ordnung kann später folgen, eine einfache Aufteilung reicht für den Anfang.

Führen Sie vorne ein Deckblatt mit den wichtigsten Angaben: Adresse, Baujahr des Hauses, Jahr der letzten Umbauten und Lage von Hauptabsperrventil und Zähler. Dieses eine Blatt reicht oft, damit eine Fachkraft sich sofort orientiert. Es ist auch für Familienangehörige gedacht, die Ihr Haus nicht so gut kennen.

Pläne und Absperrpunkte

  • Pläne müssen keine Architektenzeichnungen sein. Eine Handskizze je Geschoss genügt, wenn sie zeigt, wo Bäder, Küche, Steigleitungen, Revisionsöffnungen und Bodenabläufe liegen. Beschriften Sie die Skizze mit Bleistift und ergänzen Sie sie bei jeder Änderung. Fotos von freiliegenden Leitungen helfen zusätzlich. Selbst grobe Maße sind besser als gar keine Angabe.

  • Besonders wertvoll ist die Übersicht der Absperrpunkte. Notieren Sie, wo das Hauptabsperrventil sitzt, welche Eckventile zu welchem Gerät gehören und wo sich Stockwerksabsperrungen befinden. Der Beitrag Notfallzettel für den Haushalt zeigt, wie man das auf einem Blatt festhält. Auch der Platz des Hauptventils sollte darauf eingezeichnet sein, am besten farbig.

  • Bei Umbauten gehört der Zustand vorher und nachher dazu. Fotografieren Sie Leitungen, solange Wände offen sind. Später sind die Rohre verdeckt, und die Bilder sind der einzige Nachweis, wo sie liegen und aus welchem Material sie bestehen. Damit schließen Sie eine Lücke, die sonst bei jeder späteren Arbeit Fragen aufwirft.

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Geräte, Armaturen und Baujahre

  • Für jedes Gerät genügt eine Karteikarte: Art, Hersteller, Typ, Seriennummer, Einbaudatum und Standort. Das Typenschild fotografieren Sie mit dem Telefon und legen das Bild zur Karte. So lassen sich Ersatzteile finden, ohne dass jemand vor einem Boiler im Keller niederknien und Zahlen abschreiben muss.

  • Halten Sie das Baujahr der Leitungen fest, soweit bekannt. Verzinkte Stahlrohre, Kupfer und Kunststoff haben unterschiedliche Eigenschaften und Alterungswege. Mehr zur Einordnung steht in Rohrmaterial aus der Bauzeit der 60er und 70er einordnen. Wo das Baujahr unbekannt ist, notieren Sie nur das, was Sie sehen. Das hilft, wenn der Betrieb Angaben zum Rohrmaterial braucht.

  • Vermerken Sie außerdem Wartungsstände: wann ein Speicher zuletzt geprüft, ein Filter gespült oder Salz nachgefüllt wurde. Daraus entsteht ein Wartungsverlauf, der die Planung erleichtert. Der Fachbetrieb sieht auf einen Blick, was schon getan wurde, und vermeidet Doppelarbeit. Der Eintrag selbst dauert nur eine Minute.

Die Akte lebendig halten

Eine Akte ist nur so gut wie ihre letzte Eintragung. Machen Sie es sich zur Regel, nach jedem Einsatz den Bericht abzulegen und Änderungen auf dem Deckblatt zu ergänzen. Dafür genügt ein fester Platz, zum Beispiel ein Ordner im Hauswirtschaftsraum, und eine Gewohnheit von fünf Minuten.

Was in die Akte gehört

Häufige Fragen

Reicht eine digitale Akte oder sollte ich Papier führen?

Beides hat Vorzüge. Digital lässt sich überall abrufen und leicht weitergeben, Papier funktioniert auch bei Stromausfall und hängt neben dem Hauptventil. Sinnvoll ist eine Mischung: ein Notfallblatt in Papierform und der Rest als Ordner im Rechner oder in der Cloud. Entscheidend ist, dass Sie im Ernstfall schnell zugreifen können.

Was, wenn ich keine alten Pläne mehr habe?

Dann beginnen Sie mit dem, was sichtbar ist. Gehen Sie durch das Haus, fotografieren Sie Leitungen, Ventile und Geräte und zeichnen Sie eine einfache Skizze. Eine Hausakte entsteht schrittweise, und jede Notiz, die heute fehlt, kann beim nächsten Einsatz ergänzt werden.

Wer sollte Zugriff auf die Akte haben?

Alle, die im Haus wohnen, sollten wissen, wo sie liegt und wo Hauptventil und Notfallblatt zu finden sind. Bei Abwesenheit hilft es, wenn eine vertraute Person Zugang hat. Persönliche Angaben und Zugangsdaten gehören allerdings nicht ins Deckblatt. Bewahren Sie sie getrennt auf.

Notfall oder Wartung: Wir vermitteln den Betrieb.

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