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Schaden und Unterlagen

Wasserschaden dokumentieren: Fotos und Notizen

Wer einen Wasserschaden gut festhält, kann später Rückfragen leichter beantworten. Sinnvoll sind Bilder des ganzen Raums und der Details, Notizen mit Uhrzeiten und eine feste Reihenfolge; anschließend wird die Versicherung informiert.

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Unterlagen und Fotos eines Wasserschadens auf dem Küchentisch

Erst sichern, dann festhalten

  • Die Sicherheit geht vor jedem Foto. Ist die Ursache ein laufendes Rohr, drehen Sie zuerst das Hauptabsperrventil zu, solange Sie es von trockenem Boden aus erreichen. Steht Wasser an Steckdosen oder Geräten, wird dieser Raum nicht betreten, bis eine Elektrofachkraft die Stromzufuhr getrennt hat. Erst wenn niemand mehr gefährdet ist, beginnt die Dokumentation. Ein Foto vom noch laufenden Wasser sagt später mehr als zehn Bilder vom trockenen Pfützenrand.

  • Das Absperren selbst gehört schon zur ersten Notiz. Schreiben Sie auf, um welche Uhrzeit Sie das Ventil geschlossen haben und ob der Zähler danach noch lief. Wie Sie den Haupthahn finden, steht im Beitrag Hauptabsperrventil finden. Ein einziger Satz im Telefon genügt, er ordnet später alles andere zeitlich ein.

  • Verändern Sie den Zustand so wenig wie möglich, bis die Bilder gemacht sind. Wasser aufnehmen, damit nichts weiter einzieht, ist in Ordnung. Tapeten abreißen, Sockelleisten lösen oder Möbel wegwerfen sollten Sie erst nach den Aufnahmen. Nasses Material, das entsorgt werden muss, legen Sie vorher einmal sichtbar ins Bild. So bleibt der ursprüngliche Zustand nachvollziehbar, auch wenn danach aufgeräumt werden muss.

Die Reihenfolge der Aufnahmen

  • Arbeiten Sie von außen nach innen. Beginnen Sie mit einem Weitwinkelbild des ganzen Raums, dann folgen die betroffenen Wände, der Boden und die Decke jeweils im Überblick. So erkennt jeder Betrachter, wo im Haus das Bild entstanden ist, ohne dass Sie es erklären müssen.

  • Danach kommen die Nahaufnahmen. Fotografieren Sie Wasserränder, Verfärbungen, aufgequollene Kanten, Tropfstellen und die Austrittsstelle am Rohr oder Gerät. Legen Sie zur Größenangabe einen Zollstock oder ein Blatt Papier neben die Stelle. Machen Sie lieber mehrere Bilder aus verschiedenen Winkeln als ein einziges perfektes. Streiflicht von der Seite macht Quellungen und Wasserränder deutlicher sichtbar als das Deckenlicht allein.

  • Ein kurzes Video ergänzt die Fotos gut. Gehen Sie langsam durch den Raum und sprechen Sie mit, was zu sehen ist: Wand links, Boden vor der Dusche, Decke im Flur. Auch tropfendes oder fließendes Wasser lässt sich im Film besser zeigen als im Standbild. Schalten Sie die Zeitanzeige der Kamera nicht aus.

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Was in die Notizen gehört

Notieren Sie, was Sie wahrgenommen haben, nicht was Sie vermuten. Ein tropfender Anschluss unter dem Waschtisch ist eine Beobachtung. Die Aussage, dass dort die Dichtung defekt ist, wäre eine Vermutung. Vermutungen dürfen Sie festhalten, bitte klar als solche gekennzeichnet und getrennt von den Beobachtungen. Halten Sie auch Unscheinbares fest, etwa einen Geruch oder ein Geräusch vor dem Schaden.

Ablage und Weitergabe

  1. Sichern Sie die Aufnahmen noch am selben Tag an zwei Orten, etwa auf dem Telefon und in einem Cloud-Ordner oder auf dem Rechner. Benennen Sie den Ordner mit dem Datum und dem Raum. Dateinamen wie IMG_4821 sagen später nichts mehr.

  2. Heben Sie Belege und Papiere auf: den Arbeitsbericht des Fachbetriebs, Lieferscheine für Ersatzteile und Fotos von Typenschildern defekter Geräte. Wie so ein Bericht aufgebaut ist, erklärt der Beitrag Arbeitsbericht verstehen. Defekte Teile, die ausgetauscht wurden, bewahren Sie bis zur Klärung auf. Auch die Packung und der Kassenbon neu gekaufter Teile gehören dazu, denn sie datieren den Einbau.

  3. Für die Meldung gilt ein einziger Grundsatz: Schaden dokumentieren und die Versicherung informieren. Alles Weitere besprechen Sie mit dieser selbst. Schicken Sie nur Kopien und behalten Sie die Originale. Eine geordnete Mappe erleichtert das Gespräch mit der Versicherung ebenso wie das mit dem Fachbetrieb und lässt sich schnell weitergeben.

Der Ablauf vor dem ersten Foto

Häufige Fragen

Darf ich schon aufwischen, bevor alles fotografiert ist?

Stehendes Wasser aufzunehmen, damit nichts weiter einzieht, ist sinnvoll. Machen Sie zuvor ein Foto vom Zustand und ein kurzes Video. Bauteile wie Tapete, Estrich oder Sockelleisten bitte erst nach den Aufnahmen entfernen, und ausgebaute nasse Teile einmal sichtbar fotografieren. Danach können Sie in Ruhe weiter aufräumen und trocknen.

Wie viele Fotos sind genug?

Ein Überblick je Raum, dazu Nahaufnahmen jeder betroffenen Fläche und der Austrittsstelle, ergibt meist ein stimmiges Bild. Lieber etwas zu viel als zu wenig, und alle Bilder mit Datum speichern. Doppelte lassen sich später aussortieren. Mehrere Blickwinkel zeigen mehr als viele gleiche Bilder.

Was, wenn ich den Schaden erst später entdecke?

Dann halten Sie den Zeitpunkt der Entdeckung fest und beschreiben, was zuvor aufgefallen war, etwa ein Fleck, ein Geruch oder ein verändertes Geräusch. Fotografieren Sie den Zustand, wie er ist, und lassen Sie die Stelle vom Fachbetrieb ansehen, bevor Sie etwas öffnen. So bleibt nachvollziehbar, wann Sie was bemerkt haben.

Erst absperren, dann anrufen.

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