Kellerablauf prüfen und sauber halten
Der Gully im Keller fällt jahrelang nicht auf. Erst wenn Wasser anfällt oder ein muffiger Geruch aufsteigt, rückt er ins Blickfeld. Ein jährlicher Check mit wenigen Handgriffen zeigt, ob der Ablauf dann auch arbeitet und keine Kanalluft in den Raum lässt.

Was im Bodenablauf steckt
Ein Kellerablauf besteht aus einem Rost, darunter einem herausnehmbaren Eimer oder Einsatz und einem Geruchsverschluss.
Der Rost fängt grobe Teile, der Eimer sammelt Schlamm, und das Wasser im Verschluss hält die Luft des Kanals zurück. Jedes Teil lässt sich prüfen.
Weil der Ablauf selten genutzt wird, trocknet der Wasserverschluss aus. Dann strömt Kanalluft in den Keller, und das Haus riecht modrig. Der Ablauf wirkt dann defekt, obwohl lediglich das Wasser im Bogen fehlt. Manchmal hat auch eine Wartung oder Putzaktion das Wasser verdrängt.
Der jährliche Rundgang
Nehmen Sie den Rost heraus und werfen Sie einen Blick in den Schacht. Liegen Laub, Sand oder Schlamm im Eimer, leeren Sie ihn aus und spülen ihn mit dem Gartenschlauch. Handschuhe sind sinnvoll, denn der Schlamm riecht und kann Keime enthalten.
Gießen Sie danach etwa einen Liter Wasser in den Ablauf und beobachten Sie, wie es abfließt. Es sollte ohne Stau und ohne Gurgeln verschwinden. Ein leicht gefüllter Siphon bleibt zurück und sperrt den Geruch.
Kontrollieren Sie Gitter und Rahmen auf Lockerheit, Risse und Korrosion. Ein loses Gitter ist ein Stolperrisiko, ein rostiger Rahmen kann undicht werden. Und kontrollieren Sie, ob Möbel oder Kartons den Ablauf verstellen, denn im Ernstfall muss er frei zugänglich bleiben. Fällt Ihnen dabei ein Spalt zwischen Rahmen und Estrich auf, notieren Sie die Stelle, damit sie bei der nächsten Wartung zur Sprache kommt.
Termin für die Fachkraft? Rufen Sie an.01579 2841438
Geruch und Feuchte im Keller
Riecht der Keller nach Kanal, ist der Wasserverschluss der erste Verdächtige. Gießen Sie Wasser nach und warten Sie ab. Verschwindet der Geruch nicht, deutet das auf Unterdruck oder einen Defekt, wie Geruch aus dem Abfluss genauer erklärt.
Bei Verdunstung hilft ein Tropfen Speiseöl auf dem Wasser im Verschluss, der wie ein dünner Film wirkt. Besser ist es, den Ablauf gelegentlich zu füllen. Wer den Keller zum Trocknen von Wäsche nutzt, bemerkt zudem, ob feuchte Luft über den Ablauf kommt.
Fließt Wasser aus dem Ablauf heraus, statt hinein, liegt ein Rückstau vor. Nutzen Sie dann im Haus kein Wasser mehr. Steht Wasser an Steckdosen oder Geräten im Keller, betreten Sie den Raum nicht; die Stromzufuhr lässt eine Elektrofachkraft abschalten.
Wann ein Fachbetrieb hinsehen sollte
Läuft der Ablauf auch nach Reinigung träge, sitzt die Ursache tiefer in der Leitung. Ablagerungen, Wurzeln oder ein Knick lassen sich mit Hausmitteln nicht beseitigen. Ein vermittelter Fachbetrieb kann den Strang reinigen und mit der Kamera untersuchen, siehe Kamerainspektion im Abwasserrohr.
Den Ablauf dauerhaft in Schuss halten
Legen Sie die Kellerprüfung in eine feste Jahreszeit, etwa vor dem Herbst. Dann ist der Ablauf bereit, wenn Starkregen oder Tauwetter kommen. Eine Notiz im Kalender genügt, und der Rundgang dauert nur wenige Minuten.
Waschen Sie keine groben Verschmutzungen wie Farbe, Zement oder Streusalz in den Ablauf. Sie lagern sich im Siphon ab und setzen ihn zu. Und kippen Sie keine Reste aus Putzeimern ohne Sieb hinein, damit der Schlammeimer nicht überläuft.
Für Wasserstellen im Keller, etwa die Waschmaschine, ist es sinnvoll, den Ablauf mitzudenken: Läuft der Schlauch zuverlässig in ein Standrohr, entlastet das den Bodenablauf. Gibt es Zweifel an der Anordnung, sieht der Fachbetrieb sie sich an.
Kellerrundgang einmal im Jahr
Häufige Fragen
Wie oft muss Wasser in den Kellerablauf nachgefüllt werden?
Bei seltener Nutzung verdunstet das Wasser im Verschluss nach einigen Wochen, besonders in beheizten Kellern. Ein fester Rhythmus, etwa monatlich, verhindert Geruch. Wer es vergisst, bemerkt es spätestens an modriger Luft. Dann genügt ein Liter Wasser.
Mein Kellerablauf riecht auch mit Wasser. Was nun?
Prüfen Sie, ob der Siphon und seine Dichtung unbeschädigt sind und ob der Geruch nur nach Nutzung anderer Abläufe auftritt. Dann liegt das Problem im Strang. Bleibt der Geruch bestehen, lassen Sie Verschluss und Leitung von einem Fachbetrieb untersuchen.
Darf ich den Ablauf abdichten, damit nichts hochkommt?
Besser nicht. Ein verschlossener Ablauf kann im Ernstfall kein Wasser mehr abführen und verhindert die Kontrolle. Wollen Sie Rückstau begegnen, fragen Sie den Fachbetrieb nach einem geeigneten Rückstauschutz, statt den Ablauf selbst zu verschließen.